Eine wichtige Änderung für alle Betriebe mit Gasverbrauch: Seit dem 1. Januar 2026 ist die Gasspeicherumlage Geschichte. Was das bedeutet – und warum trotzdem ein Vertragscheck ansteht.
Was war die Gasspeicherumlage?
Die Gasspeicherumlage wurde während der Energiekrise 2022 eingeführt. Sie sollte die Kosten für das Befüllen der deutschen Gasspeicher auf die Verbraucher umlegen. Zuletzt betrug sie 0,289 Cent pro Kilowattstunde – rund 2 bis 4 Prozent des Gaspreises.
Wie viel spart mein Betrieb?
Die Entlastung ist überschaubar, aber real. Bei 100.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch ergibt sich eine Einsparung von rund 290 Euro. Eine Bäckerei mit 200.000 Kilowattstunden spart entsprechend 580 Euro, ein Restaurant mit 50.000 Kilowattstunden rund 145 Euro pro Jahr.
Weitergabe ist nicht automatisch
Versorger sind nicht verpflichtet, den Wegfall der Umlage in bestehenden Verträgen zu berücksichtigen. Wer einen Festpreisvertrag hat, sollte beim Anbieter nachfragen. Wer einen variablen Tarif hat, sollte die Rechnung prüfen und gegebenenfalls einen Vergleich starten.
Aktuelle Gaspreislage
Trotz Wegfall der Umlage sind die Gaspreise seit März 2026 durch geopolitische Spannungen deutlich gestiegen. Betriebe ohne laufenden Festpreisvertrag sollten jetzt prüfen, ob eine Preissicherung sinnvoll ist.