Energiemarkt Wissen

Negative Strompreise: Wie Gewerbebetriebe davon profitieren können

📅 21.04.2026 · ⏱ ca. 1 Min. Lesezeit · 173 Wörter

2025 gab es in Deutschland rund 575 Stunden mit negativen Strompreisen an der Börse. Was steckt dahinter – und können Gewerbebetriebe davon profitieren?

Wie entstehen negative Strompreise?

Negative Strompreise entstehen, wenn das Angebot an Strom die Nachfrage übersteigt. Das passiert typischerweise an sehr sonnen- und windreichen Tagen, wenn viel Strom aus erneuerbaren Energien ins Netz fließt. Konventionelle Kraftwerke, die nicht kurzfristig abgeschaltet werden können, bieten ihren Strom dann zu negativen Preisen an – um Abschaltkosten zu vermeiden.

Wer profitiert und wie?

Direkt von negativen Börsenpreisen profitieren vor allem große Industriekunden, die über sogenannte RLM-Zähler (Registrierende Leistungsmessung) verfügen und ihren Verbrauch flexibel anpassen können. Kleine und mittlere Betriebe mit Standardlastprofil (SLP) haben in der Regel keinen direkten Zugang zu Spotmarktpreisen.

Welche Möglichkeiten gibt es trotzdem?

Betriebe mit einem Jahresverbrauch ab 100.000 Kilowattstunden können durch den Wechsel in den RLM-Tarif Zugang zu günstigeren Beschaffungsmodellen erhalten. Wer seinen Verbrauch flexibel gestalten kann – zum Beispiel durch Verschiebung energieintensiver Prozesse – kann auch ohne RLM-Zähler von Marktphasen mit niedrigen Preisen profitieren.

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