Energiemarkt Wissen

Herkunftsnachweise für Strom: Was sie bedeuten und wofür sie nötig sind

📅 21.04.2026 · ⏱ ca. 1 Min. Lesezeit · 172 Wörter

Immer mehr Unternehmen wollen nachweisen, dass ihr Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Herkunftsnachweise (HKN) sind das dafür verwendete Instrument – aber auch oft missverstanden.

Was sind Herkunftsnachweise?

Ein Herkunftsnachweis (HKN) ist ein elektronisches Zertifikat, das belegt, dass eine bestimmte Menge Strom aus einer erneuerbaren Quelle erzeugt wurde. Pro Megawattstunde Strom aus erneuerbaren Energien wird ein HKN ausgestellt. Käufer dieses Zertifikats können den Strom als „Ökostrom“ deklarieren.

Was HKN leisten – und was nicht

Wichtig zu verstehen: Der Kauf eines HKN bedeutet nicht, dass tatsächlich Ökostrom durch die Leitung fließt. Es ist eine buchhalterische Lösung. Der zertifizierte Strom kann aus einer Anlage in Norwegen stammen, während der tatsächlich verbrauchte Strom aus dem lokalen Kohlekraftwerk kommt. Das Zertifikat weist die ökologische Eigenschaft nach – nicht den physischen Lieferweg.

Wann sind HKN relevant?

Für Unternehmen, die Klimaziele ausweisen, an Nachhaltigkeitsberichten teilnehmen oder gegenüber Kunden Ökostrom kommunizieren wollen, sind HKN ein anerkanntes Instrument. Sie sind jedoch kein Ersatz für eine tatsächlich erneuerbare Energiebeschaffung über PPAs oder Eigenproduktion.

Kostenlose Energieberatung für Ihren Betrieb

Konkrete Einsparpotenziale in Euro – in 24 Stunden. Vollständig kostenlos.

← Zurück zur Blog-Übersicht