Ob ein Betrieb ein Standardlastprofil (SLP) oder eine Registrierende Leistungsmessung (RLM) hat, entscheidet maßgeblich darüber, welche Tarife verfügbar sind – und wie hoch die Stromkosten ausfallen.
Was ist das Standardlastprofil (SLP)?
Das Standardlastprofil gilt für Betriebe mit einem Jahresverbrauch unter 100.000 Kilowattstunden. Der Verbrauch wird nicht gemessen, sondern auf Basis statistischer Durchschnittswerte hochgerechnet. Das ist einfach und kostengünstig – aber oft nicht optimal.
Was ist die Registrierende Leistungsmessung (RLM)?
Ab 100.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch wird ein RLM-Zähler eingesetzt, der den Verbrauch viertelstündlich erfasst. Auf Basis dieser genauen Daten können individuelle Verhandlungen mit Lieferanten geführt werden – RLM-Tarife sind in der Regel 15 bis 20 Prozent günstiger als SLP-Tarife bei vergleichbarem Verbrauch.
Wann lohnt sich der Wechsel in den RLM-Bereich?
Wenn ein Betrieb sich nahe der 100.000-Kilowattstunden-Grenze befindet, lohnt eine genaue Prüfung. Denn durch einen zweiten Standort, die Einbeziehung von Gasstrom oder eine leichte Erhöhung des Verbrauchs kann die Schwelle erreicht werden – mit spürbaren Kostenvorteilen. Eine unabhängige Prüfung dauert in der Regel nicht länger als einen Werktag.