Recht & Regulierung

CO2-Preis 2026: Wie er Energiekosten beeinflusst und was Betriebe wissen müssen

📅 21.04.2026 · ⏱ ca. 1 Min. Lesezeit · 201 Wörter

Der CO2-Preis steigt – und damit auch die Energiekosten. Was steckt hinter dem CO2-Bepreisungssystem, und welche Auswirkungen hat es konkret auf Gewerbestrom und Gas?

Was ist der CO2-Preis?

In Deutschland gibt es zwei parallele Systeme der CO2-Bepreisung: das europäische Emissionshandelssystem (EU-ETS) für die Energie- und Industrieproduktion sowie den nationalen Emissionshandel (nEHS) für Wärme und Kraftstoffe. Der nationale CO2-Preis wurde 2021 eingeführt und steigt schrittweise an.

Wie wirkt sich der CO2-Preis auf Gaskosten aus?

Der nationale CO2-Preis verteuert Erdgas direkt. 2026 liegt der Korridor bei rund 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2. Das entspricht einem Aufschlag von rund 1,2 Cent pro Kilowattstunde Gas. Bei einem Bäckereibetrieb mit 200.000 Kilowattstunden Gasverbrauch bedeutet das rund 2.400 Euro zusätzliche Kosten pro Jahr.

Wie wirkt sich der CO2-Preis auf Stromkosten aus?

Indirekt: Da Gaskraftwerke einen wichtigen Teil des deutschen Strommix ausmachen, verteuert ein höherer CO2-Preis auch die Stromerzeugung aus Gas – und damit die Großhandelspreise für Strom.

Gibt es Entlastungen?

Teile der CO2-Einnahmen fließen in den Klima- und Transformationsfonds (KTF), aus dem wiederum die Netzentgeltsenkung finanziert wird. Die Entlastungen überwiegen rechnerisch die Belastungen für viele Betriebe – aber nicht automatisch für jeden.

Kostenlose Energieberatung für Ihren Betrieb

Konkrete Einsparpotenziale in Euro – in 24 Stunden. Vollständig kostenlos.

← Zurück zur Blog-Übersicht